Josef Schütz

wurde am 20.5.1911 in Platten/Horní Blatná(ab 1918 Bergstadt Platten) im böhmischen Erzgebirge geboren. Nach Abschluss seiner Schulzeit machte er ab 1927 eine dreijährige Konditorlehre in Neudek/Nejdek, an die er eine Bäckerlehre bei seinem Vater Franz Schütz anschloss. Ab 1934 arbeitete Josef Schütz selbstständig in der eigenen Konditorei. Am 22.4.1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Im selben Jahr heiratete er Theresia Entian in Wien.

Von Kriegsende bis zum 6.12.1949 befand er sich in russischer Kriegsgefangenschaft; dann wurde er über das Heimkehrer-Lager Gronenfelde bei Frankfurt/Oder entlassen. Er erreichte die Gemeinde Deiningen, in der seine Eltern und seine Ehefrau als Heimatvertriebene gelandet waren. 1950 zogen Josef und Theresia Schütz nach Ichenhausen, Kreis Günzburg, wo er eine Anstel­lung in einer Handschuhfabrik fand.

Erst ab dem Jahr 1956 konnte er wieder als Konditor arbeiten. 1961 legte er vor der Handwerkskammer in Augsburg die Meisterprüfung im Konditorhandwerk ab. Josef Schütz ist am 26.4.2000 in Krumbach gestorben.

© Sudetendeutsche Stiftung – Sudetendeutsches Museum, München, Inv. Nr. 3587/1-  4
Im Fluchtgepäck gerettetes Porzellan aus dem Kaffee Schütz in Bergstadt Platten, 1930er-Jahre
©  Sudetendeutsche Stiftung – Sudetendeutsches Museum, München, Inv. Nr. 3590
Aquarell, Andenkenbild an das Elternhaus in Bergstadt Platten/Horní Blatná. 1955/60