Anna Seghers

wurde am 19.11.1900 in Mainz geboren. Während ihres Studiums lernte sie den ungarischen Soziologen und Wirtschaftswissenschaftler László Radványi kennen, den sie 1925 heiratete. 1926 und 1928 wurden ihre beiden Kinder geboren. 1928 erhielt Anna Seghers für ihre literarischen Arbeiten den Kleist-Preis. Sie trat der Kommunistischen Partei Deutschlands und dem Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller bei.

Unmittelbar nach dem Reichstagsbrand am 27.2.1933 musste sie über die Schweiz nach Frankreich fliehen. Bis 1940 lebten sie und ihre Familie in Paris. Mit der Besetzung von Nordfrankreich durch die Deutschen floh sie mit ihren Kindern in den unbesetzten Süden Frankreichs; bereits im Frühjahr 1940 war ihr Mann dort interniert worden. 1941 erhielt sie die Visa für ihre Flucht nach Mexiko.

Die literarische Arbeit und das Engagement unter den ExilantInnen waren Anna Seghers Lebenselixier. 1942 erschien "Das siebte Kreuz", einer der wichtigsten Romane über Deutschland während des Nationalsozialismus. 1947 kehrte sie nach Berlin zurück und lebte im Ostteil der Stadt. Von 1952 bis 1978 war sie Präsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR. Sie starb 1983.


© Akademie der Künste, Berlin, Anna-Seghers-Archiv, Nr. 3759
Anna Seghers mit ihrer Familie in Frankreich, etwa Mitte der 1930er-Jahre
© Akademie der Künste, Berlin, Kurt-und-Jeanne-Stern-Archiv, Nr. 158]
Programm für einen „Kabarett-Abend“ im Heinrich-Heine-Klub am 23.1.1943 mit einer Lesung von Anna Seghers