Seil und Welle

09.04.2016 daHEIM HEIMart created by Caro Bernhofer

- ein seil ist keine brücke, doch die welle türmt sich auf -

Also, wir treffen uns am nachmittag, samstag im museum, draußen ist das wetter schön. Aber nicht so unverzeihlich schön wie die woche davor – nicht zu verzeihen schien es da, drinnen zu sein. Jedenfalls kam kaum jemand ins museum und unsere arbeit ging nur wenig voran – zudem hatten wir besuch.

Aber jetzt, an diesem samstag, komme ich dort an und ich hoffe, wir sind so viele menschen, wie angekündigt. Ich bin gespannt, dass es nun weiter geht, die wege mehr werden, uns neue richtungen weisen.

Und mit schlag 18 uhr – ja: es war viel passiert. Als wir abends wieder aufbrachen waren die wände so viel mehr bezeichnet und viele waren wir gewesen, die zusammen werkten.

Auch an der welle –

Ich habe nicht so viele späße gemacht aber manche tanzten zu zweit und synchron auf der leiter. Drunter wieder die goldfolie - Emergency!-  die uns alle ins schwitzen brachte. Wirklich – man arbeite mal auf notfallgold...  wir knieten da am boden und wurden dabei wie gut hitzt. Und unsere gesichter waren angeheitert rötlich und warm, das wasser – trotzdem nicht kühlend – wurde weiß und blau.

Die welle wird gelingen. Die farben sind ausgesucht und wir arbeiten ja strikt nach Hokusai's plan – oder auch nicht ganz nach plan. Immer wieder geschieht was dazwischen und auch mal anders – unsere eigenen, einzelnen schwünge und gedanken werden wellen an der wand. Am ende gehen alle teile auch sicher zusammen – es ist ja wasser, das findet schon seinen fluss, türmt sich und bricht.

Und die museumsaufsicht, da sehe ich eine zeit lang nur ihre beine, wie sie in einer nische sitzt, und später, da guckt sie doch so verdruckst. Und wieder weiß ich es nicht – denkt sie sich, wir kriegen's nicht hin? Das ist zu groß, zu viel? - der weg ist lang.

Auf der anderen seite im raum bauen sie eine brücke. Die führt übers meer und sie ist dünn, ist nicht mehr als ein gespanntes seil. Doch auf diese brücke von ost nach west, da begeben sich die menschen, etwas drängt sie dort hinaus. Und in den tod, denn es ist doch bloß dünnes seil und niemals eine brücke, so ertrinken sie im meer und kein ufer ward je erreicht.

Die wärterin spaziert derweil umher, blickt sich stumm um, sieht das viele wasser und wie wir eine große wellen malen.

Zum letzten, als wir dann gehen und das museum schließt, da lächelt sie plötzlich so zustimmend keck und mit erfreutem blick uns an. Das macht mir mut, sie steckt mich an.

Findet sie gut, was hier entsteht, dass es bewegung gibt – dass eine welle kommt?

Da kann sie sicher sein.

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Dachil, Aymen

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Aymen

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Dachil, Aymen

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Aymen

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Serdar

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Dachil

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Dachil

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bc

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Serdar

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bc, Dachil

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Dachil, Serdar, Jasim, Ina, bc

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Ina

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Dachil, bc

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Mach mir die Welle

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Jasim

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Jasim

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Ali, Jasim

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Ina

Aymen, Dachil, Serdar

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Jasim

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Jasim

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Dachil, bc

bc, Caro

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Ali

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Dachil, Serdar, Caro, Ina