111 KUMRIJE | VALENTINA | VALDRINA | FUAD

Kumrije foto Joachim Gern
ERGO SUM - Kumrije Monroe

Das Asylgesuch von Kumrije, Valentina, Valdrina und Fuad wurde im April 2016 als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt. Die Familie wurde aufgefordert, Deutschland innerhalb einer Woche zu verlassen. Kumrijes Mutter Selihe hatte 2015 von ihrer Tochter mit den Worten Abschied genommen: „Ich möchte dich hier, in diesem Land, nie wieder sehen - nur als Besuch“.

Der Wunsch der Mutter ging nicht in Erfüllung.

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Fuad

Juni 2015 | Kumrije wohnt mit ihren drei Kindern Fuad, Valentina und Valdrina seit Ende Mai 2015 in Zimmer 111. Im Rahmen eines Workshops hat sie mit Schülerinnen der Evangelischen Schule Spandau ein Zimmertürschild entworfen. Das K ihres Vornamens hat sie nach ihrer Herkunft interpretiert: "Ich komme von Kosovo", zu M erläutert sie: "Die Stadt , wo ich gelebt habe, war reich, aber nicht für mich". Die Familie ist aus Mitrovica zugereist. Die Stadt liegt in einem an Bodenschätzen reichen Gebiet. Kumrije stammt aus Verhältnissen, die es ihr nicht erlaubten eine angemessene Schulbildung zu erhalten. "Ohne Sprache" sagt sie, "bist du wie ohne Arme und ohne Beine". Ihr Name Kumrije bedeutet Singvogel.

KUNSTASYL photo caveng
Kumrije mit ihrem Zimmertürschild, begleitet von zwei Schülerinnen der Evangelischen Schule Spandau
Detail Raum 111
Detail Raum 111

111 Ali | Umar

Ali (13) und Umar (11)  leben mit ihrem 18 jährigen Bruder und ihrer Mutter im Heim.
Die Familie ist aus Tschetschenien nach Berlin geflohen.

Sie werden am 1. Mai eine eigene Wohnung beziehen. "Es nicht weit, nur etwa zehn Minuten entfernt vom Heim", hatte Ali gesagt. 
Aus dem geplanten 1. Mai als Umzugsdatum wurde der 17. Ab und an kommt Ali uns auf dem Nachhauseweg von der Schule daHEIM besuchen. Die Familie hat sich für die Renovierungsarbeiten in der neuen Wohnung Werkzeug von uns ausgeliehen. Vielleicht dürfen wir sie ja mal besuchen gehen.